*Franzis Little World*



Big and small adventures
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Kostroma
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback



http://myblog.de/franzis.little.world

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Streets of Russia

Jetzt ist der Winter da!!! So richtig! Seit Donnerstag schneit es immer mal und die Temperaturen steigen nicht mehr über 1°C. emotion

Es ist also alles weiß und man könnte denken, dass die tollen Straßen Russlands nun endlich ein bisschen ordentlcher aussehen. Okay, man hat nicht mehr so viel Schlamm und sieht die Löcher nicht mehr auf den ersten Blick. Man kann nun auch über die Straße schlittern emotion aber ansonsten, bleiben die Straßen schlecht, vom vielen Regen vor dem Schnee bleiben halben Seen und störmende Bäche. Ja, mein Weg zur Haltestelle ist schon ein Crosslauf. Da spring ich über Megapfützen und schlängel mich durch ein Schlammlabyrinth und versuche dabei so wenig Schutz wie möglich an Schuhe und Hosen zu schleudern.emotion Es ist sehr wichtig hier, dass die Kleidung ordentlich und gut aussieht. Ein bisschen anpassen is ja nicht schlecht. emotionUnd so lernt man auch Berge mit Absatzschuhen zu erklimmen und, was noch viel schwerer ist, herabzusteigen. Zum Glück habe ich keine Schuhe mir 9cm Absätzen, die einen Durchschnitt von 5mm haben. Da bewundere ich die Russinnen schon! emotion

Also, angekommen an der Haltestelle suche ich mir dann ein Stück Asphalt, auf dem ich mit Stoffturnschuhen stehen kann, ohne nass zu werden. (Ja ich trage Stoffturnschuhe bei Minusgraden. Nein das ist nicht kalt!emotion) Dann kommt irgendwann ein Linientaxi (Marschrutka 51 oder 21) oder ein Bus, mit dem ich in die Stadt gelangen und wo es Platz gibt. Im Bus ist immer Platz; nicht nur ein Sitzplatz, sonder auch Beinfreiheit usw. Ich fahre lieder mit dem Bus, weil man eben nicht so aufeinander sitzt, man besser aus dem Fenster gucken kann und es nur 8 Rubel kostet. Marschrutka kostet 10 Rubel, man kuschelt dort (es gibt 13 Sitzplätze, ist eine Art Kleintransporter), saugt die Bakterien und Viren der Mitfahrer auf und ist um einiges schneller in der Stadt, als wie mit dem Bus. Dafür ist mir aber oft schlecht, wenn ich aus dem Linientaxi steige und man bekommt schneller ne Grippe. Alles schon passiert!emotionWarum mir schlecht wird? Es gibt immer irgendwen, der getrunken hat und stinkt! emotionUnd wenn man dann noch rückwärts fährt (3 Plätze gibts für dieses Abenteuer), ist alles zu spät. Naja nicht zu spät...aber erleichtert ist man schon, wenn man an die frische Luft kommt. Das liegt sicherlich auch am russischen Fahrstil. Die brettern über die Straßen, nehmen den Huckel und das Loch mit, bremsen abrupt bei einer roten Ampel oder  einem Fußgängerüberweg.

Jetzt ist wohl der Zeitpunkt, wo ich sagen kann, das es keine Anschnallgurte gibt! In normalen PKWs muss sich nur Fahrer und Beifahrer anschnallen. emotion

Und jetzt muss ich euch wohl von der ersten "Halben Sache" der Russen erzählen: Die Russen regen sich über die schlechte Qualität ihrer Autos auf. Aber auf der anderen Seite, seh ich nicht, dass sie ihre Autos pflegen oder sich um ihre Staßen kümmern. Und bei dem Fahrstil, den sie haben, glaube ich, würde jedes Auto leiden.emotion

Zum Straßenbild Kostromas gehören nicht nur, PKWs (alt, neu, schick, teuer, billig ...), Busse, Trolleybusse und Linientaxis, sowie Straßen, die bei uns Feldwege sind und kaputte Straßen, sondern auch rumstrohmernde Hunde und Katzen und betrunkene Leute, die es sich auf dem Fußboden mit nichts gemütlich gemacht haben. emotion Was man auch oft sieht, sind Kinder und Jugendliche, orientierungslos, im Zentrum rumlungern, Bier tirnken und rauchen. Das Bier hat hier ein paar Prozente mehr als in Deutschland. Das sind dann auch die Kinder, die Sachen zerrstören. Das ist leider wirklich so...

Vielleicht sind aus diesem Grund die Geschäfte in Russland so sehr verriegelt. D.h. selbst wenn man denkt, ein Geschäft ist geschlossen, weil da ne Eisentür ist und man nicht durch die Fenster ins Geschäft hinein gucken kann, wird in diesem Geschäft trotzdem gearbeitet. Also läuft man in der Stadt an ganz vielen Eisentüren vorbei und entscheidet sich irgendwann, es wie die Russen zu machen und in das mutmaßlich geschlossen Geschäft, doch einzutreten. emotion

Was man auch am besten wie die Russen macht, ist im Linientaxi bezahlen. Man gibt die 10 Rubel demjenigen, der am nächsten beim Fahrer sitzt und der gibt das Geld dem Fahrer weiter. Klingt erstmal einfach. Is es aber gar nichtemotion! Was passiert, wenn jemand mit einem 100 Rubelschein bezahlt und noch 4 andere im Linientaxi sitzen, die auch bezahlen müssen? Das gesamte Geld zum Am-nächsten-beim-Fahrer-Sitzer, (Variante 2: zu dem mit dem 100er Schein), der gibt dann 4 10-Rubelscheine an den mit dem 100er Schein zurück und den 100er an den Fahrer und sagt: 5 Personen. Der Fahrer sucht dann noch 5 10-Rubelscheine als Wechselgeld raus und gibt es wieder zu den Fahrgästen. Da kann man schon mal durch einander kommen. Und am Anfang dachte ich, ich bin zu blöd, weil ich eben kein Russe bin und deshalb kapier ich es nicht sofort. Tja, habs ja doch recht schnell kapiert. Und zur beruhigung gestern erlebt, wie ein Russe das auch nicht richtig hinbekommen hat und meinte es seinen 4 zahlende Fahrgäste, obwohl es 5 waren. emotion

Jo, es gibt etwas, was mir am Stadtbild sehr gut gefällt: Egal wie das Wetter ist, es sind immer viele Menschen unterwegs. emotionDas ist schön!

So und ich werde mich jetzt wieder in den Schnee wagen und zur Haltestelle schlittern ---Yeah!emotion

2.11.09 09:24
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung